NEUBAU EINER STEINMETZWERKSTATT
INHABER S.ULRICH
SCHULZENSTRASSE 88 39249 BARBY

AUFGABENSTELLUNG

 Im Jahr 1990 übernahm der Steinmetzmeister S. Ulrich die Geschäfts - und Werkstatträume des väterlichen Betriebes. Nach kurzer Zeit der Selbständigkeit stellte sich heraus, dass die räumlichen Verhältnisse des Betriebes völlig unzureichend für eine perspektivisch positive Entwicklung des Betriebes waren. Nachdem die Entscheidung, eine neue Werkstatt zu bauen gefallen war, wurde ein Standort in einer ehemaligen Gartenanlage im unmittelbaren Zugangsbereich zum Städtischen Friedhof gefunden. Hier konnte durch die Darstellung des Steinmetzbetriebes in einem Schau-Arbeitsbereich, der direkt von der Straße einzusehen ist und die Ausstellung von Fertigerzeugnissen auf einem Freigelände, eine optimale Repräsentation erreicht werden. Neben den verkaufsförderlichen Maßnahmen wurden auch optimale Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter und eines Ausbildungsplatzes geschaffen. 

 

BAUBESCHREIBUNG 

Das zu bebauende Grundstück befindet sich im unmittelbaren Zugangsbereich des Friedhofes und ist durch den Hochwasserstand der Elbe Drängwasser gefährdet. Aufgrund des Zuschnittes des Grundstückes längs der öffentlichen Straße kam nur eine Bebauung parallel zur Friedhofsbegrenzung in Frage. Die funktionelle Aufteilung der Räumlichkeiten wurde ausgehend von der Bebaubarkeit des Grundstückes mit den Büro - und Kundenberatungsräumen sowie dem Sozialbereich begonnen. Anschließend ordnet sich der Arbeitsbereich des Schriftsetzers, welche die gewünschte Sichtverbindung zum öffentlichen Bereich und dem Büro - und Beratungsbereich hat, an. Den Abschluss bildet die Werkhalle für schwere Steinmetztechnik (Schneide - und Schleiftechnik) Der Werkhalle hat eine Anbindung zur Hoffläche über eine Toranlage. Auf ein Lagerobjekt wurde weitestgehend verzichtet, da fast alle  Steinmetzprodukte bewittert zu lagern sind und durch eine optimale Anordnung verkaufsfördernd wirken können. Nach vierjähriger Tätigkeit in den neuen Geschäftsräumen entschied sich der Bauherr das Produktionsprofil in Richtung Kunststeinherstellung zu erweitern. Die notwendigen Produktionsflächen ließen sich jedoch nicht mehr durch einen einfachen Anbau an die bereits vorhandene Substanz realisieren ohne den Gesamtcharakter des baulichen Ensembles zu stören. Aus diesem Grund wurde entschieden, die neuen Produktionsflächen in einem neuen Gebäude unterzubringen. Im Zuge dieser fortführenden Massnahme wurde im Dachgeschoss des Erweiterungsbaues eine Einliegerwohnung untergebracht.  

 

 

 

BAU - UND GEBÄUDEDATEN

Baujahr 1991/92 + 1995

Planung 1991/ 1995

 Grundstücksgröße 1.117 m²

 Bebaute Fläche 366 m²

 Befestigte Fläche 724 m²

Bruttorauminhalt (BRI)
 Steinmetzwerkstatt 1.920 m²
 Erweiterungsbau 510 m²

Netto-Grundrißfläche (NFG)
 Steinmetzwerkstatt 220 m²
 Erweiterungsbau 62 m²

 Bruttogrundrissfläche (BFG)
 Steinmetzwerkstatt 242 m²
 Erweiterungsbau 70 m²

KONSTRUKTION
Gründung

      Stahlbeton, Einzel und Streifenfundamente 
Aussenwand

      Gasbetonmauerwerk mit Putz für den Natursteinbereich,      

      Kalksandsteinmauerwerk mit Thermohaut für den Kunststein -       bereich 
Decken

      Stahlbetonfiligrandecken mit Stahlbetonträgern und Unter -  

      zügen sowie entsprechenden Aufbauten 
Dach

      Fertigbinderkonstruktion bzw. individueller Abbund mit

      farbigem Betonstein, Titanzinkanschlüssen 
Fenster

      PVC - Fenster mit Isolierverglasung 
Innenwand

      KSL-Mauerwerk, Putz, Trockenausbau 
Heizung

      Erdgasheizanlage mit Kessel bzw. Turbotherme